LATI - Forschungslabor für Territoriale Intelligenz

Programm
Interreg VI A Großregion
Projektlaufzeit
01.04.2025 bis 31.03.2028
Projektbeschreibung
Die Raumplanung in der Großregion (Rheinland-Pfalz, Saarland, Lothringen bzw. Grande Est, Luxemburg, Wallonie und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) ist von verschiedenen Planungskulturen und administrativen Grenzen geprägt. Die aktuellen Herausforderungen für die Raumentwicklung in den einzelnen Teilregionen, z. B. im Bereich Klimawandel (Überschwemmungen), zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme, einer stärker integriert gedachten Siedlungs- und Verkehrsentwicklung etc. ähneln sich dabei stark. Die Lebenswirklichkeit der Bürger:innen in der Großregion weist viele grenzüberschreitende Verflechtungen auf (u.a. hohe Pendlerverflechtungen), so dass eine stärker grenzüberschreitende Betrachtung der Herausforderungen der Entwicklung der Großregion ebenso angebracht erscheint, wie die Erarbeitung von grenzüberschreitenden Lösungsansätzen.
Mit dem Projekt LATI – Forschungslabor für Territoriale Intelligenz setzt die Universität der Großregion und ihre Partneruniversitäten deswegen einen starken Impuls für die grenzüberschreitende Raumplanung. Zentrales Anliegen innerhalb des grenzüberschreitenden Forschungsprojektes ist es, Wissen über die Raumplanung in der Großregion zu generieren, den Austausch und die Weiterbildung der Akteur:innen der Raumentwicklung in der Großregion zu fördern und gemeinsam innovative Lösungsansätze zu erarbeiten. Durch die unterschiedlichen Projektaktivitäten und deren Wirkungen werden die Akteur:innen der Raumentwicklung in der Großregion zu grenzüberschreitendem Denken angeregt, grenzüberschreitendes Wissen wird ko-konstruktiv erarbeitet und zugänglich gemacht. „Im Mittelpunkt stehen gegenseitiges Lernen und das gemeinsame Erproben von Politiken, Strategien und praktischen Ansätzen. Ziel ist es, Raumplanung neu zu denken – nachhaltig, vernetzt und nah an den realen Herausforderungen vor Ort.“
Das Verbundprojekt der Universität der Großregion wird durch die sechs Mitgliedsuniversitäten RPTU Kaiserslautern-Landau, Université de Lorraine, Universität Lüttich, Universität des Saarlandes und Universität Trier im Rahmen des UniGR-Center for Border Studies bearbeitet. Gefördert wird das Projekt LATI durch das Interreg VI A Großregion-Programm mit insgesamt 2.674.814,40 € EFRE-Förderung. Insgesamt verfügt das Projekt über ein Budget von 4.692.656,88 €.
Der Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung bearbeitet gemeinsam mit der Universität Trier federführend das Arbeitspaket „Gestaltungswerkzeuge der Raumentwicklung“. In diesem werden die verschiedenen Planungskulturen der Großregion untersucht und beschrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf den Planungsinstrumenten (Plänen) und ihren Werkzeugen (Planinhalte: Prinzipien, Vorgaben, Festlegungen). In Fokusgruppen und auf Exkursionen werden diese Instrumente hinsichtlich ihrer Anwendung in den Handlungsfeldern Reduzierung des Flächenverbrauchs und bezahlbares Wohnen kritisch diskutiert. Ziel ist die Erstellung einer Wissensplattform für Planungspraktiker:innen, Politiker:innen, Bürger:innen und Studierende der Raumentwicklung in der Großregion. Im Rahmen der anderen Arbeitspakete ist der Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung partnerschaftlich mit seiner Expertise eingebunden.
Pressemitteilung zum Projektstart
Ansprechpersonen
Projektleitung: Dr.-Ing. Kirsten Mangels
Bearbeitung: M. Sc. Fabian Imbusch