Ad-hoc-Arbeitskreis der ARL - Server und Rechenzentren als Infrastrukturen für die Digitalisierung

Auftraggeber

Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)

Laufzeit

Dezember 2025 – Juli 2027

Projektbeschreibung

Rechenzentren gewinnen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz zunehmend an raumplanerischer Relevanz. Als energie- und flächenintensive Infrastrukturen wirken sie unmittelbar auf Raumstrukturen, Infrastruktursysteme und Nachhaltigkeitsziele. Zugleich kommt ihnen als kritischen Infrastrukturen eine hohe strategische Bedeutung zu.

Der Ad-hoc-Arbeitskreis der ARL zu Rechenzentren in der Raumentwicklung befasst sich mit den wachsenden raumplanerischen Herausforderungen und Steuerungsbedarfen im Bezug zur Standortwahl, Ausgestaltung und Integration von Rechenzentren unterschiedlicher Typologien. Im Mittelpunkt stehen Fragen von Flächenkonkurrenz und der Flächeninanspruchnahme, deren Einbindung in Energie- und Wärmenetze, der Resilienz sowie der Wirkungen auf bestehende räumliche Strukturen.

Der interdisziplinäre Arbeitskreis vereint 12 Wissenschaftler:innen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg und verbindet wissenschaftliche Analysen mit planungspraktischer Expertise. In workshopgeleiteten Analysen sowie Dialogformaten, u.a. mit Betreiber:innen und Planungspraktiker:innen werden Standortanforderungen, räumliche Dynamiken und Nutzungskonflikte systematisch aufgearbeitet und in praxisrelevante Handlungsempfehlungen überführt. Ziel ist es unter anderem, einen fundierten Orientierungsrahmen für eine nachhaltige, resiliente und raumverträgliche Entwicklung digitaler Infrastrukturen im D-A-CH-Raum bereitzustellen.

Der Ad-hoc-Arbeitskreis ist Teil der ARL-Mission „Zukunftsfähige Infrastrukturen planen“. Die Ergebnisse werden Ende 2026 vorgelegt.

Ansprechpartner:innen: 

Arbeitskreisleitung: Prof. Dr. Antje Matern (zusammen mit Dr. Stefan Höffken, FUTR Hub, Berlin) 
Geschäftsführung: Fabian Imbusch, M.Sc.